top of page

Staunen in Varanasi

Ein langgehegter Traum erfüllt sich - eine Artist-Residency in Varanasi, in einer der ältesten und heiligsten Städte der Welt. Einen Monat lang hier leben, Kunst machen, fotografieren und staunen.

Fotos wird es regelmäßig hier geben, u.a. zu folgenden Themen:

°Sacred Places – was braucht ein Ort oder ein Objekt, um als heilig wahrgenommen zu werden?

°Sadhus – ist es möglich, im Foto die Energie/Aura sichtbar werden zu lassen, die einen echten Sadhu von einem „Fake Baba“ unterscheidet?

°Kolams/Rangolis im Stadtraum, als Gegenstück zu westlicher Street-Art

°Frauen im Stadtraum

°Gesichter

°Jobs/Work Spaces

°Und was mir sonst noch so Staunenswertes begegnet...

Zu dem Kunstprojekt gibt es regelmäßig Updates hier:

https://www.andreabreuer.org/points-of-consciousness

Fotoblog

Tag 26 – Ein Regentag heute. Zum Töpfer, um den Objektbrand in Gang zu setzen, danach zum Kremations-Ghat Manikarnika. Sehr seltsame Erfahrung, Feuer in zwei so gegensätzlichen Kontexten zu erleben – im kreativen Prozess und zur endgültigen Auslöschung…

Tag 25 – Abschiedsgefühle stellen sich ein, noch ein letztes Mal hier hin oder dort hin. Das Kunstprojekt abschließen, Sachen organisieren usw. Könnte auch gut noch länger bleiben… Den Straßenverkehr allerdings mit dem krassen Gehupe und Chaos und Abgasen werde ich nicht vermissen!

Tag 24 – Heute, wieder mit Ajay, einige Stationen der Jyotir Linga Yatra gepilgert, die 12 Tempel der Lichtsäulen um Kashi herum. Sehr alt, sehr lebendig, sehr kraftvoll und hoch energetisiert. Vor allem der Kedarnath-Tempel ist extrem beeindruckend. Die Fotos sprechen für sich…

Tag 23 – Das langerwartete Vollmondlichterfest, Devdipawali. Und es ist einfach nur voll, man kann es sich nicht vorstellen. Mittags bewegt sich schon nichts mehr, man fährt zu sechst im Tuktuk. Die Polizei hat aus geheimnisvollen Gründen alles an größeren Straßen und Plätzen abgesperrt, was den Effekt hat, dass sich die Menge durch die max. 1 Meter breiten, labyrinthischen Gassen schiebt, in beide Richtungen, an den Kühen vorbei, die seelenruhig im Weg liegen. Kaum zu glauben, dass keine Massenpanik ausbricht. Nach Hause muss ich laufen, weil es keine freien Tuktuks gibt. Aber die Lichter an sich sind toll…